Beschreibung der Energiewährung (EW)
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v. 1.10 (01/02/2019 - 19/01/2026, 21:50)
1. Einleitung: Philosophie und Ziele
Die Energiewährung (EW) ist ein makroökonomisches Finanzsystem, das als integraler Bestandteil des Wirtschaftsmodells der Gesellschaft der Zukunft (Axiomonik) entwickelt wurde. Ihr Hauptziel ist es, dem Geld seinen ursprünglichen, wahren Sinn zurückzugeben, indem es zu einem direkten, stabilen und fairen Äquivalent menschlicher Arbeit gemacht wird. Das EW-System wurde entwickelt, um die grundlegenden Mängel des modernen Finanzsystems zu beseitigen: Inflation, Schuldensklaverei und Spekulation.
Die Hauptfunktion des Geldes besteht darin, ein universelles und, was entscheidend ist, stabiles Äquivalent für Waren und Dienstleistungen zu sein. Moderne Fiat-Währungen besitzen von Natur aus keine Stabilität und sind daher im Grunde kein Geld, sondern lediglich ein Simulakrum davon, ein Instrument zur Umverteilung von Vermögen zugunsten der Emissionszentren. Die EW löst dieses Problem, indem sie den Wert an eine unveränderliche, fundamentale Größe bindet – die Energie, die der Mensch im Prozess schöpferischer Arbeit aufwendet.
Die philosophische Grundlage der EW ist der Grundsatz, dass nur die Arbeit den wahren Wert besitzt. Natürliche Ressourcen sind das Eigentum der Natur und können nicht Privateigentum sein. Der Mensch besitzt nicht das materielle Objekt, sondern lediglich die in es investierte schöpferische Energie.
Die Währungseinheit des Systems – das „Tauro“ (Ŧ) – ist ein universelles, stabiles und gesichertes Tauschmittel.
2. Schlüsselprinzipien
2.1. Digitales Format
Geld existiert hauptsächlich in digitaler Form in einem einheitlichen Betriebssystem (BS), was die Kosten senkt und Transaktionen transparent macht.
2.2. Personalisierung und Transparenz
Im Gegensatz zu unpersönlichen Fiat-Währungen ist Tauro eine personalisierte digitale Entität. Jede Währungseinheit enthält Informationen über ihre Herkunft.
- Schein-Pass und Unique Code. Jede digitale Banknote besitzt eine eindeutige Seriennummer (kryptografische Kennung). Dies macht Fälschungen unmöglich.
- Schutz vor Diebstahl: Dank des einzigartigen Codes ist alles Geld im Moment, in dem es sich im Wallet des Eigentümers befindet, „namentlich“ gekennzeichnet. Es ist unmöglich, es zu stehlen: Bei einer unautorisierten Überweisung kann die Transaktion leicht verfolgt werden, und gestohlene Banknoten werden blockiert und dem Eigentümer zurückgegeben. Diebstahl verliert seinen wirtschaftlichen Sinn.
- Herkunftsgeschichte („Memoiren der Banknote“). Das System speichert die vollständige Lebenszyklus-Historie jeder Banknote basierend auf der NooN-Technologie.
- Wer emittierte: Im Code der Banknote ist dauerhaft gespeichert, wer sie erstellt hat (eine bestimmte Person oder ein Unternehmen) und für die Produktion welcher spezifischen Ware oder Dienstleistung sie ausgegeben wurde.
- Zirkulationsweg: Der Nutzer kann die „Memoiren“ seines Geldes einsehen – durch wessen Hände es gegangen ist, bevor es zu ihm kam. Dies schafft ein neues Maß an sozialer Vernetzung und Vertrauen.
2.3. Stückelungen und Struktur
Zur Vereinfachung der Abrechnung wurde ein dezimales Teilsystem für Tauro eingeführt:
- 1 Tauro (Ŧ) — Basiseinheit.
- 1 Res = 1/10 Tauro (0.1 Ŧ).
- 1 Yon = 1/100 Tauro (0.01 Ŧ).
- 1 Bit = 1/1000 Tauro (0.001 Ŧ).
- Reihe digitaler Banknoten-Nominale: 1, 2, 5, 10, 20, 50, 100, 200, 500, 1000 Tauro usw.
2.4. Intelligente Stückelung (Smart Splitting)
Zur Vereinfachung der Abrechnung wurde ein dezimales Teilsystem für Tauro eingeführt:
Bei einem Einkauf, dessen Summe nicht ein Vielfaches der vorhandenen Banknoten ist, führt das System eine automatische Stückelung und Neuausgabe durch.
Beispiel: Wenn Sie einen Schein im Wert von 100 Tauro haben und 45 bezahlen, annulliert das System automatisch den 100-Tauro-Schein und emittiert sofort das Wechselgeld für Sie (50+5) und die Zahlung an den Verkäufer (20+20+5).
Wichtig: Dabei erben die neuen Banknoten historische Daten (Emittenten-ID und Historie) von der „Eltern“-Banknote, wodurch die Kontinuität der Datenkette erhalten bleibt.
2.4. Emissionsmechanismus
Warensicherung Die Emission der EW ist streng dezentralisiert und an die reale Produktion gebunden. Geld wird nicht von der Zentralbank „aus dem Nichts“ gedruckt, sondern vom Produzenten im Moment der Schaffung eines gemeinnützigen Produkts.
- Standardemission (Nach Produktionserfolg). Wenn ein Unternehmen oder ein Handwerker eine Ware produziert, wird diese bewertet und in den BS-Katalog aufgenommen. In diesem Moment wird dem Konto des Produzenten ein EW-Betrag gutgeschrieben, der dem Endproduktionswert (EPW) entspricht.
Formel: Ware im Lager = Geld auf dem Konto.
Sicherung: Jedes im Umlauf befindliche Tauro ist durch eine konkrete Ware gedeckt, die auf den Verbraucher wartet.
- Kreditemission (Vorauszahlung). Für die Gründung neuer Produktionen oder große Anschaffungen (Wohnraum) wird eine zinslose Kreditvergabe genutzt. Kredit ist das Vertrauen der Gesellschaft in die zukünftige Arbeit des Kreditnehmers. Als Kreditquelle dienen die angesparten Gelder anderer Bürger („Vermögenscloud“).
2.5. Deckung durch Arbeit
1 „Tauro“ ist das Äquivalent von 1 Stunde Arbeit der niedrigsten Qualifikation. Dies gewährleistet die absolute Stabilität der Währung, da ihr Wert nicht von volatilen materiellen Vermögenswerten oder spekulativen Märkten abhängt.
2.6. Nullinflation
Im EW-System ist Inflation technisch unmöglich. Die Geldmenge entspricht immer streng dem Gesamtwert aller vorhandenen Güter. Wenn ein Gut verbraucht, verdorben oder entsorgt wird, wird der entsprechende Geldbetrag über den Amortisationsmechanismus aus dem Verkehr gezogen (verbrannt). Es ist nicht möglich, Zinserträge zu erzielen.
2.7. Stimulierung des Umlaufs
Für Mittel, die über die vernünftigerweise notwendige Summe hinaus unbewegt bleiben, wird eine spezielle Gebühr erhoben. Dies stimuliert die Übertragung von Kapital in die Realwirtschaft über öffentliche Selbsthilfekassen (SHK).
2.8. Amortisation
Systembereinigung Amortisation ist ein Mechanismus zur schrittweisen Reduzierung der überschüssigen Geldmenge, der der natürlichen Alterung und Abnutzung von Waren entspricht.
2.9. Liegegeld (Demurrage)
Geld muss arbeiten. Wenn Mittel auf einem Konto unbewegt über dem festgelegten Akkumulationslimit liegen, wird ein negativer Zinssatz (Amortisationsgebühr) erhoben. Dies stimuliert dazu, Mittel in die Wirtschaftsentwicklung zu investieren oder auszugeben, um die Nachfrage zu stützen.
2.10. Verbrennungsalgorithmus (FIFO-Methode).
Bei der Rückzahlung von Krediten oder der Abschreibung von Amortisationen wird der „First In, First Out“ (FIFO)-Algorithmus angewendet.
- Zuerst werden die digitalen Banknoten aus dem Verkehr gezogen (verbrannt), die zuerst emittiert wurden.
- Dies gewährleistet eine ständige Erneuerung der Geldmenge und garantiert, dass sich „frisches“ Geld im Umlauf befindet, das durch aktuelle Waren gedeckt ist.
2.11. Zinslose Kreditvergabe
In der Gesellschaft der Zukunft (GdZ) gibt es keine Geschäftsbanken. Deren Funktion wird vom Betriebssystem (BS) übernommen. Jeder Kredit wird zu 0% ausgegeben. Der Kreditnehmer zahlt genau den Betrag zurück, den er aufgenommen hat.
3. Grundlegende Systemarchitektur
3.1. Arten von Arbeit und Produkten
- Gemeinnützige Arbeit (GA): Arbeit, deren Ergebnisse (Waren oder Dienstleistungen) gefragt sind und gegen Geld getauscht werden können. Nur GA schafft Wert in der Axiomonik.
- Gemeinwohlschädliche Arbeit (GSäA): Arbeit, deren Ergebnisse im Moment nicht gefragt sind (z.B. Überproduktion oder überteuerte Waren).
- Bruttomenge der EW (BM-EW): Der gesamte Restwert aller gebrauchsfähigen Produkte, die durch produktive gemeinnützige Arbeit geschaffen wurden. Der Wert von Dienstleistungen ist nicht in der BM-EW enthalten, da eine Dienstleistung keine Nutzungsdauer hat und illiquide ist.
3.2. Unterscheidung der Begriffe „Wert“ und „Preis“
Das EW-System führt eine klare Unterscheidung zwischen objektivem Wert und Marktpreis ein:
- Arbeitswert (AW): Grundbegriff. Dies ist die objektive, gemessene Menge an gemeinnütziger Arbeit (in „Tauro“), die zur Herstellung eines Produkts aufgewendet wurde. Dies ist ein berechneter Wert, das Fundament der Wirtschaft.
- Endproduktionswert (EPW): Der Endproduktionswert ist die Summe der Werte von Ressourcen und aufgewendeter Arbeit, die in allen Produktionsstufen (Rohstoffgewinnung, Herstellung von Halbfertigprodukten, Montage) investiert wurden. Dies ist der Selbstkostenpreis des Produkts.
- Einzelhandelspreis des Produkts (EHP): Ein marktbezogener, vertraglich vereinbarter Wert. Dies ist der Endbetrag in „Tauro“, den der Endkäufer für das Produkt bezahlt. Er bildet sich auf der Grundlage des EPW, beinhaltet aber Zuschläge (Gewinn), Logistikkosten.
- Restwert des Produkts (RWP): Ein berechneter Wert, der den Teil des EPW widerspiegelt, der unter Berücksichtigung von Abnutzung und Veralterung im Produkt erhalten geblieben ist.
- Liquider Produktpreis (LPP): Ein Marktwert. Dies ist der tatsächliche Preis, zu dem ein Gut sofort verkauft werden kann. Wird zur Berechnung des Kreditlimits verwendet.
- „Schrumpfungsfaktor“: Der Prozentsatz, um den der Wert eines Produkts sofort nach dem Kauf fällt. Er wird in den einzigartigen Identifikator des Produkts integriert, um seinen RWP nach dem Verlassen des Geschäfts korrekt widerzuspiegeln, da im Preis Gewinn, Dienstleistungen des Einzelhändlers und andere Zuschläge enthalten waren, die nicht Teil des Arbeitswerts des Produkts selbst sind.
3.3. Konten der Subjekte
Für jedes Subjekt – natürliche Person (NP) oder juristische Person (JP) – werden im System zwei Arten von Konten erstellt:
- Operatives Konto (OK): Für tägliche Abrechnungen, Einkommensempfang und Ausgaben, für juristische Personen – einschließlich des Ortes zur Aufbewahrung von Betriebsmitteln.
- Vermögenscloud (VC): Ein virtuelles Konto, dessen Summe dem gesamten Restwert (RWP) aller deklarierten Vermögenswerte des Subjekts entspricht. Dient als Quelle für zinslose Autokredite.
3.4. Selbsthilfekassen (SHK)
Dies sind dezentralisierte öffentliche Fonds auf Ebene von Clustern, Regionen oder Branchen. Ihre Funktionen:
- Deponierung: Aufbewahrung von Überschüssen von Operativen Konten, um sie vor der Gebühr für passives Kapital zu schützen.
- Investition: Finanzierung von von Experten genehmigten Start-ups und großen Infrastrukturprojekten.
- Versicherung: Aufbewahrung von Versicherungs- und Rentenbeiträgen für spätere Auszahlungen.
4. Emission, Zirkulation und Amortisation
Der Lebenszyklus des Geldes im EW-System ist vollständig transparent und an reale Vermögenswerte gebunden.
- Emission durch den Produzenten: Neues Geld wird nicht von einer Zentralbank emittiert, sondern vom Produzenten selbst im Moment der Schaffung eines neuen, gemeinnützigen Produkts. Im Moment der Registrierung eines neuen Produkts im BS wird der Vermögenscloud (VC) des Produzenten ein Betrag gutgeschrieben, der dem EPW entspricht.
- Entzug durch Amortisation: Der Entzug von Geld aus dem Verkehr erfolgt automatisch und wöchentlich. Jeden Sonntag um 3:00 Uhr führt das BS eine Neubewertung (Abwertung) aller Vermögenswerte im System durch. Der Betrag, um den der Restwert der Vermögenswerte gesunken ist, wird automatisch von den entsprechenden Vermögensclouds abgebucht. Somit ist die Gesamtgeldmenge immer gleich dem Gesamtrestwert aller materiellen und immateriellen Güter.
5. Finanzoperationen
5.1. Kreditvergabe
Autokredit (Kredit aus der eigenen Vermögenscloud)
Jedes Subjekt kann sich selbst sofort und zinslos kreditieren, indem es Mittel von seiner Vermögenscloud auf sein Operatives Konto (OK) überweist, gegen Verpfändung seines eigenen Eigentums.
- Basislimit: Der Kreditbetrag ist begrenzt durch den Liquiden Produktpreis (LPP) der Vermögenswerte in der Cloud (üblicherweise bis zu 60% des RWP).
- Tilgung: Der Kredit wird durch Beträge getilgt, die ausreichen, um die nächste Amortisation der Vermögenscloud, die jeden Sonntag um 03:00 Uhr stattfindet, auszugleichen, da in diesem Moment das Kreditlimit reduziert wird.
Intelligente Analyse der Kreditwürdigkeit
Zusätzlich zur dinglichen Sicherheit führt das Betriebssystem (BS) eine intelligente Analyse der Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers durch, um Risiken zu minimieren.
- Für natürliche Personen: Das System berechnet und zeigt im Benutzerinterface automatisch das empfohlene und maximale Autokreditlimit an. Dieses Limit berücksichtigt nicht nur den liquiden Preis der Vermögenswerte, sondern auch die Dynamik von Einnahmen und Ausgaben der letzten Jahre. Zur Bewertung der Ausfallrisiken analysiert der Algorithmus auch das Gesamteinkommen des Familienclusters, dessen Zusammensetzung und finanzielle Belastung, und setzt dies alles in Relation zum Existenzoptimum. Basierend auf diesen Daten kann das System ein niedrigeres Limit als das durch Sicherheiten gedeckte vorschlagen, wenn es potenzielle Risiken für die finanzielle Stabilität des Bürgers sieht, wodurch dieser vor übermäßiger Schuldenlast geschützt wird.
- Für juristische Personen: Eine ähnliche multifaktorielle Analyse wird auch für Organisationen angewendet. Das BS bewertet Finanzströme, Einkommensstabilität, operative Ausgaben, Schuldenlast und die Geschichte der Geschäftsreputation. Basierend auf diesen komplexen Daten erstellt das System ein dynamisches Kreditrating und bestimmt das optimale Autokreditlimit, das ein Gleichgewicht zwischen den Entwicklungsbedürfnissen des Unternehmens und der Minimierung von Risiken für das gesamte Wirtschaftssystem gewährleistet.
Im Falle der Entdeckung von Manipulationen mit Eigentum (Fehlen von deklariertem Eigentum im tatsächlichen Gebrauch des Eigentümers) droht dem Schuldner ein Verfahren mit erzwungener Kompensation des Fehlbetrags.
Kredit aus der Selbsthilfekasse (SHK)
Wird zur Kapitalbeschaffung für Start-ups bei Mangel an Eigenmitteln verwendet. Bedingungen: keine bestehenden Autokredite und Genehmigung des Geschäftsprojekts durch eine Expertenkommission des Clusters. Für große Projekte wird die Nutzung einer Aktiengesellschaft empfohlen.
5.2. Investitionen und Mittelaufbewahrung
- Deponierung in der SHK: Überweisung von Mitteln vom Operativen Konto (OK) an die SHK für einen bestimmten Zeitraum zum Schutz vor der Gebühr für passives Kapital und für zielgerichtete Ansparungen. Vorzeitige Entnahme ist mit einer Strafgebühr belegt.
- Investitionen in Start-ups/AG: Kauf von Anteilen an neuen Unternehmen über die SHK oder die Aktienbörse.
- Investitionen in das eigene Geschäft.
- Anlagen in Vermögenswerte: Kauf von Immobilien, Antiquitäten etc. Diese Methode hat eine Begrenzung in Form einer progressiven Luxusabgabe.
6. System der öffentlichen Beiträge und Abgaben
Zahlungen in der GdZ sind transparent, zweckgebunden und werden automatisch über das BS eingezogen.
- Öffentliche Abgabe: Eine Basiszahlung auf den Mehrwert (Differenz zwischen Verkaufspreis und Restwert). Sie hat einen progressiven Satz und dient der Finanzierung allgemeiner Institutionen (Wissenschaft, Bildung, Verwaltung).
- Gebühr für passives Kapital: Überschüssige Mittel auf Operativen Konten (OK), die das „Existenzoptimum“ für 3 Monate übersteigen, werden besteuert. Sie dient der Finanzierung des Sicherheitssystems.
- Luxusabgabe: Eine wöchentliche Abgabe auf den Besitz von Luxusgütern.
- Bildungsbeitrag: Ein wöchentlicher Beitrag von Eltern zur Finanzierung des Vorschul- und Schulbildungssystems.
- Cluster-Mitgliedsbeitrag: Ein Beitrag der Cluster-Teilnehmer zur Entwicklung, Wissenschaft und Verwaltung des Clusters.
- Sonstige Abgaben: Verkehrs- (Infrastruktur-), Akzise- (Verbrauchssteuer), Ressourcenabgabe.
7. Eigentum und natürliche Ressourcen
- Prinzip der Naturhoheit: Alle natürlichen Ressourcen (Land, Wasser, Bodenschätze) können niemandes Eigentum sein. Die GdZ übt eine verantwortungsvolle Nutzung aus.
- Eigentum an investierter Arbeit: Das Eigentumsrecht entsteht nur an einem vom Menschen geschaffenen Produkt und erstreckt sich lediglich auf die energetischen Aufwendungen (Arbeit), die in dessen Schaffung investiert wurden. Anstelle des Etiketts „Preis“ wird das Produkt das Etikett „Aufgewendete Energie“ tragen, was die Weltanschauung der Gesellschaft allmählich verändert.
8. Altersvorsorge
- Hauptsystem: Ein solidarisches Familiensystem, bei dem erwachsene Kinder ihre arbeitsunfähigen Eltern versorgen. Dies fördert die Geburtenrate und eine verantwortungsbewusste Erziehung.
- Zusätzliches System: Freiwillige Rentenansparungen in der Selbsthilfekasse (SHK). Dies ist das Hauptinstrument für kinderlose Bürger.
9. Übergangsperiode: Schritt-für-Schritt-Startplan
Der Übergang zum EW-System ist ein komplexer, gesteuerter Prozess, der aus klaren, aufeinanderfolgenden Phasen besteht.
Schritt 1: Totale Inventarisierung und Bewertung
Der erste Schritt ist eine vollständige Erfassung und Bewertung aller materiellen, intellektuellen und kulturellen Werte, die sich im Besitz von Bürgern und Organisationen befinden.
- Bewertungsmechanismus: Die anfängliche Bewertung der Vermögenswerte erfolgt unter Berücksichtigung ihres Verschleißes, basierend auf dem Marktpreis im veralteten Finanzsystem, der dann in das Äquivalent der Arbeitskosten („Tauro“) umgerechnet wird.
- Eintragung ins BS: Alle bewerteten Vermögenswerte werden in das Betriebssystem (BS) eingetragen und bilden die anfängliche Füllung der „Vermögensclouds“ (VC) für jedes Subjekt.
- Inventarisierung und Kataster: Es wird eine vollständige Erfassung aller Grundstücke, Wasserressourcen und Lagerstätten durchgeführt. Alle natürlichen Ressourcen werden zum geschützten Eigentum der GdZ erklärt.
- Verträge über verantwortungsvolle Nutzung: Anstelle von Eigentumsrechten werden mit den Endnutzern Verträge mit festgelegten Fristen und klaren Verpflichtungen abgeschlossen.
- Nachfolgeregelungen: Direkte Erben haben im Falle des Todes des derzeitigen Nutzers ein bevorzugtes Recht auf Abschluss eines neuen Vertrags.
- Öffentliche Kontrolle: Die Kontrolle über die zweckgerichtete Nutzung der Ressourcen obliegt den von der Bevölkerung gewählten Managern.
Schritt 2: Konvertierung und Kontostart
- Währungsumrechnung: Bestehende Fiat-Währungen auf Konten und in bar werden in „Tauro“ umgerechnet und den „Operativen Konten“ (OK) von Bürgern und Organisationen gutgeschrieben.
- Beginn des Umlaufs: Ab diesem Zeitpunkt funktionieren beide Kontotypen in der GdZ-Wirtschaft vollumfänglich, und alle Operationen werden in „Tauro“ durchgeführt.
Schritt 3: Verwaltung externer Währungen und des Internationalen Währungsfonds der GdZ
- Gründung des IWF GdZ: Zur Verwaltung der konvertierten Reserven von Fiat-Währungen wird eine spezielle Institution gegründet – der Internationale Währungsfonds der Gesellschaft der Zukunft.
- Verwaltungsstrategie: Die Aufgabe des IWF GdZ besteht nicht in der Lagerung, sondern in einem ausgewogenen und strategisch fundierten Austausch inflationsanfälliger Währungen der alten Welt gegen reale, nicht von Inflation betroffene Vermögenswerte: Edelmetalle, Technologien, kulturelle und archäologische Werte, vielversprechende Patente.
- Minimierung von Risiken: Die Finanzorgane des Ordens sind verpflichtet, Situationen zu vermeiden, in denen die Reserven alter Währungen im IWF GdZ den realen Wert der Waren und Vermögenswerte in den Emittentenländern übersteigen. Dies schützt die Wirtschaft der GdZ vor dem Import fremder Inflation.
Prinzip des freiwilligen Beitritts und der Anreize: Eine Schlüsselbedingung für den Übergang zum EW-System ist sein reibungsloser und freiwilliger Charakter, der nicht auf Zwang, sondern auf Anreizen basiert:
- Freiwillige Deklaration: Die Deklaration von persönlichem oder Unternehmensvermögen im BS zur Bewertung und Bildung der „Vermögenscloud“ ist die persönliche Wahl jedes Einzelnen.
- Direkter Anreiz: Vom Umfang der deklarierten Werte (d.h. von der Größe Ihrer Cloud) hängt Ihr Kreditlimit für zinslose Autokredite direkt ab. Das System bestraft nicht für die Weigerung, belohnt aber großzügig für die Teilnahme.
- Verpflichtung im Reifestadium: Mit Erreichen einer kritischen Masse von EW-Teilnehmern wird die Geschäftsführung in der alten Paradigma unmöglich. Wenn man Geschäfte nach dem Paradigma des alten Geldes führt, müssen auch Steuern an die alten Staaten gezahlt werden, d.h. wir würden Neues aufbauen und Altes ernähren. Daher wird der Übergang zu einer wirtschaftlich bedingten Notwendigkeit für alle Teilnehmer der GdZ-Wirtschaft.
10. Preisbildungsprinzipien und Marktmechanismen
Das System der Energiewährung, das die Emission an die Arbeit bindet, hebt die Marktmechanismen der Preisbildung nicht auf, sondern macht sie gerechter und transparenter. Die Preisbildung erfolgt wie in jeder gesunden Wirtschaft, der wesentliche Unterschied liegt jedoch in den Emissions- und Entnahmepunkten des Geldes.
Wertbildung: Der Einzelhandelspreis eines Produkts oder einer Dienstleistung wird auf der Grundlage der Summe aller Kosten für dessen Erstellung gebildet, einschließlich:
- Direkte Arbeitskosten: Der Wert der Arbeit, die in allen Produktionsphasen investiert wurde (Rohstoffgewinnung, Verarbeitung, Montage, intellektueller Beitrag).
- Kosten der Dienstleistungen: Kosten für Logistik, Marketing, Distribution und andere begleitende Dienstleistungen.
- Gewinn des Herstellers und Verkäufers: Ein Aufschlag, den Hersteller und Verkäufer in den Preis einbeziehen, um Entwicklung, Investitionen und Vergütungen zu ermöglichen.
Der grundsätzliche Unterschied zu anderen Entwicklungen des Arbeitswertes des Geldes besteht darin, dass nur die Schaffung eines neuen gemeinnützigen Produkts (GPP) zur Emission von Geld führt. Die Kosten für Dienstleistungen und der im Produkt enthaltene Gewinn schaffen kein neues Geld, sondern verteilen lediglich das bereits in der Gesellschaft existierende um.* Bewertung komplexer Arbeit: Die Frage der Bewertung intellektueller, kreativer oder hochqualifizierter Arbeit wird marktwirtschaftlich über den Kompetenzkoeffizienten (Ѧ) und den Qualitätskoeffizienten (Ѡ) gelöst. Eine Stunde Arbeit eines Neurochirurgen oder eines genialen Programmierers ist von Natur aus teurer als eine Stunde unqualifizierter Arbeit. Diese Koeffizienten werden durch das Lizenzierungssystem im OS und, was noch wichtiger ist, durch die Marktnachfrage bestimmt und bestätigt. Wenn man bereit ist, einen hohen Preis für eine Dienstleistung zu zahlen, bedeutet dies, dass die Gesellschaft diese Arbeit als wertvoller einschätzt. Auf diese Weise bleiben ein gesunder Wettbewerb und der Anreiz zur Weiterbildung erhalten.
- Preisstabilität: Besonderes Augenmerk wird auf die Preisgestaltung von Gütern des ständigen Konsums (GSDK) gelegt, da die Berechnung des Mindesteinkommens der Bürger von deren Kosten abhängt. Das System ist so konzipiert, dass Marktmechanismen die Preise eigenständig regulieren. Im Falle einer Absprache der Hersteller und einer ungerechtfertigten Preiserhöhung wird eine sinkende Nachfrage seitens der Bevölkerung die Preise schnell wieder ins Gleichgewicht bringen, da der erste Hersteller, der einen fairen Preis wiederherstellt, einen Wettbewerbsvorteil erzielt. Ein Eingreifen des Ministerrates zur Preisregulierung ist eine extreme Maßnahme und nur im Falle einer Systemkrise möglich, die in diesem Modell unwahrscheinlich ist.
11. Wirtschaftliche Effekte und Ziele
Das ED-System schafft mehrere starke Anreize, die das Wirtschaftsverhalten verändern:
- Mechanismus der schnellen Sättigung: Durch einen Kredit gegen Verpfändung neuen Eigentums kann ein Bürger sich schnell mit allen notwendigen Gütern (Wohnraum, Transport, Technik) versorgen und grundlegende Bedürfnisse decken.
- Anreiz zur Qualität: Für Bürger ist es vorteilhaft, möglichst langlebige und zuverlässige Waren zu kaufen, da diese ihren Restwert und ihr Kreditpotenzial länger erhalten.
- Anreiz für Hersteller: Die Nachfrage nach Qualität schafft Angebot. Hersteller sind gezwungen, nicht über den Preis, sondern über Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Produkte zu konkurrieren.
- Reduzierung des Konsumismus: Wenn grundlegende Bedürfnisse leicht und dauerhaft durch hochwertige Dinge gedeckt sind, entfällt der Anreiz zum gedankenlosen Konsum, was Gier und Neid schwächt.
- Entwicklung der Kreativwirtschaft: In einer Welt langlebiger Dinge steigt die Nachfrage nach Tuning, Individualisierung und der Aktualisierung des Aussehens, was neue Arbeitsplätze schafft.
12. Wirtschaft auf Gemeinde- und Clusterebene
Das ED-System ist übergeordnet, hebt jedoch nicht das Recht von Gemeinden und Clustern auf, eigene interne Protokolle für Buchhaltung und Motivation zu erstellen.
- Wahlfreiheit: Jede Gemeinde kann entweder das grundlegende ED-System nutzen oder ein eigenes detailliertes System zur Erfassung von Beiträgen basierend auf der Tokenisierung von Aktionen und Reputation einführen.
- Synergie: Ein solches zweistufiges System ermöglicht es, makroökonomische Stabilität (ED) mit Flexibilität und ideologischer Vielfalt auf Mikroebene zu verbinden.